4er split

4er Split

Käfer K, Planke, Jan.tenner, Alia

Erschienen am 10. August 2010

Infos

4 Weg- Split mit ausschließlich deutschen Bands, die jeweils drei Songs beisteuern. Alle in Landessprache gesungen und soundmäßig auch alle im gleichen Fahrwasser von DIY-Emo meets Punkrock. Klar knallen die einen da ein bisschen mehr (Käfer K) und die anderen drücken stärker auf die Tränendrüse (Alia), alles in allem klingt die Platte aber doch recht homogen.

Rezensionen

ox:

Was die jungen Bands auf dieser wirklich rundum überzeugenden Split-LP gemeinsam haben? Sie klingen frisch, wild, ungeschliffen und irgendwie wohnt in ihrer Musik diese Wehmut, die einen gleichzeitig glücklich und auch traurig zurücklässt.

Ach ja, und sie alle präsentieren hier deutschsprachigen Indie-Punk vom Feinsten, und auch wenn die Aufnahmequalität im Grunde zu wünschen übrig lässt, so passt sie am Ende doch wieder perfekt zu diesem Gefühl.

Was PLANKE mit Songs wie „Herz vs. Mauer“ auf großartige Weise beginnen, führen KÄFER K (Und hier muss ich doch mal fragen ob dieser Name wohl mit dem Achtziger-Jahre-Smashhit „Karl der Käfer“ zusammenhängt?) in schönster Schrammelmanier weiter.

Auf der B-Seite wird es mit JAN.TENNER ein bisschen Indie-lastiger. Der etwas schiefe Gesang mag nicht jedermanns Sache sein, hat aber was Bezauberndes. Mit ALIA schließt die wohl düsterste Band auf dieser Split-Platte mit einem fulminanten Brummen und entlässt einen mit dem angenehmen Wissen, dass hier im Lande noch was passiert.

blueprint fanzine:

Gestern wollte ich zwei Freunden meine neue Entdeckung präsentieren - eine Split-12" aus dem Hause Lala Schallplatten. Darauf: vier Bands, die, grob genommen, in die gleiche Richtung gehen.

Bereits nach wenigen Takten die erste Frage, wer das denn sei.
"PLANKE!"
"Ach, die teilen sich doch auch ’ne Platte mit KÄFER K."
"Ja, genau darum handelt es sich hier. Aber woher weißt du das, und wieso kennst du KÄFER K???"
"Die kommen aus Ditzumerverlaat."

Na sieh mal einer an. Man muss dafür wissen, dass Ditzumerverlaat im tiefsten Ostfriesland liegt – unserer Heimat.
Und auch der andere kannte PLANKE – von einer Split mit CAPTAIN PLANET, MATULA und MIKROKOSMOS 23. Offenbar teilen sich PLANKE gerne Splits mit ähnlich klingenden Bands. Schöne Gitarrensachen, ein treibendes Schlagzeug und Texte über Mauern, kalte Hände und Herzen. Die wissen, wie’s geht!
KÄFER K. sind im Vergleich dazu etwas rauer und punkiger, der Gesang ist mir manchmal einen Tick zu grölig. Gefällt aber auch.
JAN.TENNER als nächstes. Benannt nach einer Hörspielserie aus den Achtzigern, klingt die Musik von ihnen fast genauso alt. Hier wird man zurückversetzt zu den Wurzeln des Emocore. Der Gesang, vielleicht mit Absicht, öfters schief, das Schlagzeug manchmal etwas holprig.
Bei den abschließenden ALIA geht es gelegentlich etwas ruhiger, fast sphärisch zu, hier bleiben einige Stellen auch rein instrumental, was auf dieser Platte für gewisse Abwechslung sorgt.
Gewinner sind für mich PLANKE, die auf der beiliegenden CD (vielen Dank für das doppelte Format!) noch zwei Bonus-Tracks beisteuern durften. Was hier aber vor allem zählt, ist das Herzblut, das offensichtlich investiert wurde und die DIY-Attitüde, die hinter dem ganzen Projekt steckt. Richtet eure Augen nach Leipzig! Denn Lala Schallplatten hat auch noch andere schicke Veröffentlichungen im Programm.

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